Versicherung · Portfolio Compliance
In Implementierung, erster Test erfolgreichVon 1,5% auf ~85% Abdeckung: Portfolio-Compliance in Echtzeit statt im Quartalsrückstand
Ein manueller Prüfprozess, der 120 Stunden pro Quartal verschlang und nur 15 von ~1'000 Policen abdeckte — ersetzt durch ein KI-gestütztes Echtzeit-System mit ~85% Abdeckung. In 6 Wochen von Konzept bis Stakeholder-Freigabe.
Beweisführung: gemessen = im Betrieb gezählt oder beobachtet · berechnet = aus bestätigten Eingaben gerechnet · modelliert = konservative Modellrechnung mit Annahmen · geplant = Zielzustand, noch nicht realisiert.
- Kunde
- Schweizer Versicherungsgesellschaft (anonymisiert)
- Bereich
- Portfolio Compliance, Anlagerichtlinien
- Struktur
- Reguliertes Unternehmen, Compliance-Team
- Projekt
- KI-gestütztes Portfolio-Compliance-Monitoring
- Dauer
- 6 Wochen (Konzept bis Stakeholder-Freigabe)
- Status
- In Implementierung, erster Test erfolgreich
- Kontext
- Aus direkter Branchenkenntnis entwickelt; kein externer Auftrag
- Referenz
- Anonymisiert auf Kundenwunsch (reguliertes Unternehmen)
- Wirkung
- 15 → ~850 Policen überwacht (~85%), Echtzeit statt Quartalsrückstandgeplant
Ausgangslage
Eine Schweizer Versicherungsgesellschaft mit einem Anlageportfolio von über 1'000 Policen stand vor einem regulatorischen Grundproblem: Die Überwachung der Anlagerichtlinien-Compliance erfolgte manuell, stichprobenbasiert und quartalsweise. Das Kernproblem war nicht Nachlässigkeit, sondern Kapazität — bei ~1'000 Policen mit über 30 Anlagerichtlinien-Parametern kann ein manueller Prozess nur einen Bruchteil abdecken.
1,5% Abdeckung
15 von ~1'000 Policen wurden geprüft — stichprobenweise, in Excel. Die verbleibenden ~983 Policen waren ein regulatorisches Blindfeld.
~120 Stunden pro Quartal
Rund 480 Stunden pro Jahr flossen in einen Prüfprozess, der trotzdem nur einen Bruchteil des Portfolios erfasste.
Reaktionszeit: Wochen bis Monate
Abweichungen fielen frühestens im nächsten Quartal auf. Compliance-Lücken blieben unsichtbar, bis es teuer werden konnte.
Das System
Arthova entwickelte ein vollautomatisiertes Portfolio-Compliance-Monitoring, das den gesamten Prüfprozess transformiert — in 6 Wochen von der Anforderungsanalyse bis zur Freigabe durch Compliance, Risk Management und IT.
Daten-Pipeline
Automatischer Import aus den bestehenden Portfolio-Systemen — im Stack des Kunden, mit den Daten des Kunden.
Regelwerk-Engine
Über 30 Anlagerichtlinien-Parameter als automatisierte Prüfregeln — vollständig, konsistent, nachvollziehbar.
Monitoring-Dashboard
Echtzeit-Übersicht über alle Policen, Compliance-Status und Abweichungen — erstmals das ganze Portfolio auf einen Blick.
Alerting & Reporting
Sofortige Benachrichtigung bei Grenzwertüberschreitungen und automatisierte Compliance-Reports für die Aufsichtsorgane.
Wirkung
Die technische Lösung stand in 4 Wochen; die restlichen 2 Wochen waren Validierung, Kommunikation und Vertrauensaufbau. Erster Test erfolgreich — die Werte zeigen die validierte Systemleistung, der Vollausbau läuft mit der Implementierung.
| Vorher | Nachher | |
|---|---|---|
| Geprüfte Policen | 15 von ~1'000 (1,5%) | ~850 von ~1'000 (~85%)geplant |
| Prüffrequenz | Quartalsweise | Echtzeit, kontinuierlichgeplant |
| Reaktionszeit bei Abweichungen | Wochen bis Monate | Sofort (Alerting)geplant |
| Aufwand pro Quartal | ~120 Stunden | ~1 Stunde (Kontrolle & Freigabe)geplant |
| Aufwand pro Jahr | ~480 Stunden | ~4 Stundengeplant |
| Compliance-Reporting | Manuell, quartalsweise | Automatisiert, jederzeit abrufbargeplant |
| Ungeprüfte Policen | ~983 | ~150geplant |
Wertrechnung
- Eingesparte Stunden pro Jahr
- ~476 Stunden (480h → ~4h)geplant
- Wert bei internem Stundensatz (~CHF 81/h)
- ~CHF 38'500 pro Jahrgeplant
- Abdeckungssteigerung
- 1,5% → ~85% (~57× mehr)geplant
- Ergebnis
- 99% weniger Aufwand bei ~57× mehr Abdeckunggeplant
- Regulatorischer Mehrwert
- Nachweis gegenüber FINMA / Revisionsstellegeplant
Der eigentliche Wert liegt nicht nur in den eingesparten Stunden, sondern in der regulatorischen Sicherheit: Eine übersehene Compliance-Verletzung kann Bussen, Reputationsschäden und regulatorische Massnahmen nach sich ziehen — Kosten, die den Projektaufwand um ein Vielfaches übersteigen.
Herleitung ansehen — so ist gerechnet
Heute bindet die manuelle Prüfung ~120h pro Quartal (~480h/Jahr) bei 15 von ~1'000 geprüften Policen. Der Zielzustand rechnet: ~1h Kontrolle & Freigabe pro Quartal (~4h/Jahr) → ~476h Differenz × CHF 81/h (interne Kosten eines Compliance-Spezialisten, konservativ) ≈ CHF 38'500/Jahr. Zielzustand, noch nicht realisiert: Das System ist in Implementierung; der erste Test war erfolgreich, die Stakeholder-Freigabe erfolgte nach 6 Wochen.
Was wir daraus mitnehmen
Regelprüfungen skalieren, ohne Kontrolle abzugeben
Das System prüft dieselben freigegebenen Regeln über deutlich mehr Datensätze. Ausnahmen und finale Freigaben bleiben bei Compliance.
6 Wochen reichen für einen Proof of Value
Von Konzept bis Stakeholder-Freigabe in 6 Wochen — weil der Fokus auf dem Mehrwert lag, nicht auf der Technologie. Schneller Prototyp, schnelles Feedback, schnelle Iteration.
Stakeholder-Buy-in ist der eigentliche Meilenstein
Compliance, Risk Management, IT, Geschäftsleitung — alle mussten an Bord. Die Technik war in 4 Wochen fertig; die restlichen 2 Wochen waren Vertrauensarbeit.
Transparenz schafft Vertrauen
Das Dashboard macht den Compliance-Status des Portfolios erstmals in Echtzeit sichtbar. Teams können Abweichungen damit an konkreten Datensätzen prüfen statt über Annahmen zu diskutieren.
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